Angebote zu "Gedacht" (7 Treffer)

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Kunterbunte Nachrichten
13,90 CHF *
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Die Briefe, die Ringelnatz an seine Frau, genannt Muschelkalk, in den Jahren 1920 bis 1934 aus Berlin schrieb, waren nicht für die Veröffentlichung gedacht. Sie sind durch glückliche Zufälle, abenteuerliche Umwege und nur als Kopien erhalten geblieben. Ringelnatz schreibt die Briefe nicht als Dichter, sondern als ein gebeutelter Abenteurer (als junger Mann war er Schiffsjunge und Matrose, wenn er nicht gerade arbeitslos war und sich mit allerlei Gelegenheitsjobs durchbringen musste). In den frühen Zwanzigerjahren feiert er in der Münchner Bohème seine ersten Erfolge, er verbringt eine glückliche Zeit in Berlin, als reisender Artist trägt er seine Verse vor und muss aber stets sowohl um sein Überleben wie um Anerkennung ringen. 1933 beschliessen die neuen Machthaber, dass er nicht mehr auftreten darf, 1934 stirbt Ringelnatz (der eigentlich Hans Bötticher hiess) völlig mittellos in Berlin. Er war ein melancholischer Humorist mit feinem Spürsinn für Skurriles. In einem der Briefe an Muschelkalk beschreibt er sich mit den Worten: »Ich bin mit einer schönen harten Sentimentalität und Traurigkeit gefüllt, die mein Wesen ausmachen.« Oft ist von alltäglichen Dingen seiner Berliner Existenz die Rede, er bittet um frische Wäsche oder charakterisiert Kunsthändler und Theaterdirektoren. In der Hunger- und Inflationszeit bedankt er sich für Speck, Zucker, Seife, er berichtet über seine Auftritte und die Reaktionen des Publikums. Die Anreden sind ringelnatzsche Zärtlichkeiten – er nennt Muschelkalk »Du liebe einsame Laterne«, »Du urgeliebter Wasserstiefel«, »Ach Du Goldpudding«. Ein Teil der hier veröffentlichten Briefe erschien 1963 unter dem Titel »Kunterbunte Nachrichten. Dreiundzwanzig Briefe aus Berlin«, herausgegeben von Muschelkalk, als einer der ersten Drucke der Friedenauer Presse. Diesem Band folgt 2011 eine erweiterte Auswahl, wo notwendig wurden für die neue Ausgabe einige der nicht mehr bekannten Namen oder Bühnen erläutert.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 07.04.2020
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Weggehen
11,00 CHF *
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Mit dem Fall der Mauer arbeitslos geworden, beschliesst eine Familie mit ihren drei Kindern ihr Glück in Frankreich zu suchen und sich dort ein neues Leben aufzubauen. Sie kaufen ein Stück Land, zwischen Fluss und Wald gelegen, auf dem ein alter, baufälliger Ziegenstall steht. Bauen wollen sie, einen Garten anlegen, Ziegen halten und vom Käseverkauf leben. Doch dann entwickelt sich alles anders, als es gedacht war. Die Autorin findet sich nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Mann mittellos mit ihren drei Kindern auf der Wiese wieder. Mit dem gesamten Geld, dem Auto und allen nützlichen Werkzeugen hat er das Weite gesucht. Er wird nicht mehr zurückkommen. Da sie niemanden weiss, der sie mit den Kindern aufnehmen würde, beginnt sie den vorhandenen Ziegenstall auszubauen. Die vergangenen Erlebnisse und die veränderte Situation, in der sie sich findet, lassen sie Fragen nach dem Sinn des Lebens, der Bedeutung von Gerechtigkeit, Liebe, Haben und Sein neu überdenken. Plötzlich erkennt sie, dass erst ihr plötzlicher Fall in die völlige Mittellosigkeit, ihre ureigenen Kräfte, ihre Kreativität und verborgene Fähigkeiten hervorgerufen hat. Auf 15 m2 wird sie die nächsten Jahre ohne Strom und Wasseranschluss mit ihrem jüngsten Kind verbringen, einen Garten anlegen und lernen in und mit der Natur zu leben. Sie waschen sich im nahen Fluss, kochen auf offenem Feuer und schlafen während des Sommers unter freiem Himmel. Überraschend erfährt sie, dass dieses Leben sie rundum glücklich macht. Das naturverbundene Leben verändert ihr Denken und Fühlen. Aus dem realistischen Sozialismus kommend und einem materiell abgesicherten Leben in der Stadt, lernt sie das Leben neu und gibt ihm andere Wertigkeiten. Sie findet zu sich selbst, muss sich aber auch mit ihren Ängsten auseinandersetzen, um sich letztlich davon befreien zu können. Bisher Verschüttetes und Verdrängtes tritt an die Oberfläche. Die fehlende Ablenkung durch Medien und die einsamen Abende lassen längst vergessene Erinnerungen zu. Langsam beginnt sie zu verstehen, dass sie nicht zufällig an diesen Ort gekommen ist. Er ist wie gemacht für ihre eigene Heilung. Ihre Hütte wird zu einer zweiten Gebärmutter für sie und ein neues Sein. Das schüttere Bauwerk erweist sich als geeignet, ihre in der Kindheit erlittenen Traumata durch die kriegsgeschädigten Eltern zu heilen. Sie versteht, niemandes Schicksal existiert unabhängig, wir alle sind eingebettet in die grossen gesellschaftlichen Zusammenhänge und in das Geschehen der Zeit. Die Vergangenheit wirkt durch uns hindurch, mit der Gegenwart sind wir verwoben. Unsere Verbundenheit macht sich dort geltend, wo wir Einfluss auf das Leben nehmen können, in der Gegenwart, die wiederum unsere Zukunft bestimmt. Und so finden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 07.04.2020
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Dalmacija Grill
5,50 CHF *
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'Nur noch ein, zwei Jahre. Nur noch kurz, nur noch ein wenig mehr und dann haben wir es geschafft.' 'Nur noch ein, zwei Jahre und wir können nach Split!' 'Ich sage euch, wir, die wir weggegangen sind, wir haben Jugoslawien und die Jugoslawen gerettet. Wer hätte uns alle füttern sollen? Tito und die Partei? Woher die Arbeit, woher das Geld für uns alle? Von wegen Reisefreiheit. Rausgelassen hat er uns, damit wir hier Geld machen und es zurückbringen, Devisen anhäufen, die Armut lindern.' 'Dieser Krieg ist schrecklich. Wie viele Nächte habe ich wach gelegen, gezittert, geheult, mich gefragt: Was wird aus meinen Eltern? Müssen sie fliehen? Wie wird die Front verlaufen? Was wird aus dem Haus?' 'Jetzt tun sie alle so, als hätten sie jahrelang schweigen, als hätten sie ihre wahre Identität unterdrücken müssen. Unpolitische hungrige Bauernkinder entpuppen sich als kroatische nationale Aktivisten.' 'Wenn mir gestern vor einem Jahr jemand gesagt hätte, in einem Jahr wirst du in Berlin leben, dein Sohn Deutsch sprechen können, dein Mann arbeitslos und depressiv sein und du illegal in einem Restaurant arbeiten, Gott, wie herzlich hätte ich gelacht. Nun sieh mich an. Ein Flüchtling.' 'Allen haben wir geholfen, für alle waren wir da, nur nicht für uns selbst. Deutschland hat von uns profitiert. Jugoslawien auch. Später Kroatien. Unsere Familie. Nur an uns selbst haben wir nicht gedacht. Wie Tiere haben wir geschuftet, keinen Urlaub gemacht, uns nie ausgeruht, unsere Kinder vernachlässigt, das Leben nicht gelebt.'

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 07.04.2020
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Kunterbunte Nachrichten
12,40 € *
zzgl. 3,00 € Versand

Die Briefe, die Ringelnatz an seine Frau, genannt Muschelkalk, in den Jahren 1920 bis 1934 aus Berlin schrieb, waren nicht für die Veröffentlichung gedacht. Sie sind durch glückliche Zufälle, abenteuerliche Umwege und nur als Kopien erhalten geblieben. Ringelnatz schreibt die Briefe nicht als Dichter, sondern als ein gebeutelter Abenteurer (als junger Mann war er Schiffsjunge und Matrose, wenn er nicht gerade arbeitslos war und sich mit allerlei Gelegenheitsjobs durchbringen mußte). In den frühen Zwanzigerjahren feiert er in der Münchner Bohème seine ersten Erfolge, er verbringt eine glückliche Zeit in Berlin, als reisender Artist trägt er seine Verse vor und muß aber stets sowohl um sein Überleben wie um Anerkennung ringen. 1933 beschließen die neuen Machthaber, daß er nicht mehr auftreten darf, 1934 stirbt Ringelnatz (der eigentlich Hans Bötticher hieß) völlig mittellos in Berlin. Er war ein melancholischer Humorist mit feinem Spürsinn für Skurriles. In einem der Briefe an Muschelkalk beschreibt er sich mit den Worten: »Ich bin mit einer schönen harten Sentimentalität und Traurigkeit gefüllt, die mein Wesen ausmachen.« Oft ist von alltäglichen Dingen seiner Berliner Existenz die Rede, er bittet um frische Wäsche oder charakterisiert Kunsthändler und Theaterdirektoren. In der Hunger- und Inflationszeit bedankt er sich für Speck, Zucker, Seife, er berichtet über seine Auftritte und die Reaktionen des Publikums. Die Anreden sind ringelnatzsche Zärtlichkeiten – er nennt Muschelkalk »Du liebe einsame Laterne«, »Du urgeliebter Wasserstiefel«, »Ach Du Goldpudding«. Ein Teil der hier veröffentlichten Briefe erschien 1963 unter dem Titel »Kunterbunte Nachrichten. Dreiundzwanzig Briefe aus Berlin«, herausgegeben von Muschelkalk, als einer der ersten Drucke der Friedenauer Presse. Diesem Band folgt 2011 eine erweiterte Auswahl, wo notwendig wurden für die neue Ausgabe einige der nicht mehr bekannten Namen oder Bühnen erläutert.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 07.04.2020
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Dalmacija Grill
4,99 € *
ggf. zzgl. Versand

'Nur noch ein, zwei Jahre. Nur noch kurz, nur noch ein wenig mehr und dann haben wir es geschafft.' 'Nur noch ein, zwei Jahre und wir können nach Split!' 'Ich sage euch, wir, die wir weggegangen sind, wir haben Jugoslawien und die Jugoslawen gerettet. Wer hätte uns alle füttern sollen? Tito und die Partei? Woher die Arbeit, woher das Geld für uns alle? Von wegen Reisefreiheit. Rausgelassen hat er uns, damit wir hier Geld machen und es zurückbringen, Devisen anhäufen, die Armut lindern.' 'Dieser Krieg ist schrecklich. Wie viele Nächte habe ich wach gelegen, gezittert, geheult, mich gefragt: Was wird aus meinen Eltern? Müssen sie fliehen? Wie wird die Front verlaufen? Was wird aus dem Haus?' 'Jetzt tun sie alle so, als hätten sie jahrelang schweigen, als hätten sie ihre wahre Identität unterdrücken müssen. Unpolitische hungrige Bauernkinder entpuppen sich als kroatische nationale Aktivisten.' 'Wenn mir gestern vor einem Jahr jemand gesagt hätte, in einem Jahr wirst du in Berlin leben, dein Sohn Deutsch sprechen können, dein Mann arbeitslos und depressiv sein und du illegal in einem Restaurant arbeiten, Gott, wie herzlich hätte ich gelacht. Nun sieh mich an. Ein Flüchtling.' 'Allen haben wir geholfen, für alle waren wir da, nur nicht für uns selbst. Deutschland hat von uns profitiert. Jugoslawien auch. Später Kroatien. Unsere Familie. Nur an uns selbst haben wir nicht gedacht. Wie Tiere haben wir geschuftet, keinen Urlaub gemacht, uns nie ausgeruht, unsere Kinder vernachlässigt, das Leben nicht gelebt.'

Anbieter: Thalia AT
Stand: 07.04.2020
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Weggehen
9,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Mit dem Fall der Mauer arbeitslos geworden, beschließt eine Familie mit ihren drei Kindern ihr Glück in Frankreich zu suchen und sich dort ein neues Leben aufzubauen. Sie kaufen ein Stück Land, zwischen Fluss und Wald gelegen, auf dem ein alter, baufälliger Ziegenstall steht. Bauen wollen sie, einen Garten anlegen, Ziegen halten und vom Käseverkauf leben. Doch dann entwickelt sich alles anders, als es gedacht war. Die Autorin findet sich nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Mann mittellos mit ihren drei Kindern auf der Wiese wieder. Mit dem gesamten Geld, dem Auto und allen nützlichen Werkzeugen hat er das Weite gesucht. Er wird nicht mehr zurückkommen. Da sie niemanden weiß, der sie mit den Kindern aufnehmen würde, beginnt sie den vorhandenen Ziegenstall auszubauen. Die vergangenen Erlebnisse und die veränderte Situation, in der sie sich findet, lassen sie Fragen nach dem Sinn des Lebens, der Bedeutung von Gerechtigkeit, Liebe, Haben und Sein neu überdenken. Plötzlich erkennt sie, dass erst ihr plötzlicher Fall in die völlige Mittellosigkeit, ihre ureigenen Kräfte, ihre Kreativität und verborgene Fähigkeiten hervorgerufen hat. Auf 15 m2 wird sie die nächsten Jahre ohne Strom und Wasseranschluss mit ihrem jüngsten Kind verbringen, einen Garten anlegen und lernen in und mit der Natur zu leben. Sie waschen sich im nahen Fluss, kochen auf offenem Feuer und schlafen während des Sommers unter freiem Himmel. Überraschend erfährt sie, dass dieses Leben sie rundum glücklich macht. Das naturverbundene Leben verändert ihr Denken und Fühlen. Aus dem realistischen Sozialismus kommend und einem materiell abgesicherten Leben in der Stadt, lernt sie das Leben neu und gibt ihm andere Wertigkeiten. Sie findet zu sich selbst, muss sich aber auch mit ihren Ängsten auseinandersetzen, um sich letztlich davon befreien zu können. Bisher Verschüttetes und Verdrängtes tritt an die Oberfläche. Die fehlende Ablenkung durch Medien und die einsamen Abende lassen längst vergessene Erinnerungen zu. Langsam beginnt sie zu verstehen, dass sie nicht zufällig an diesen Ort gekommen ist. Er ist wie gemacht für ihre eigene Heilung. Ihre Hütte wird zu einer zweiten Gebärmutter für sie und ein neues Sein. Das schüttere Bauwerk erweist sich als geeignet, ihre in der Kindheit erlittenen Traumata durch die kriegsgeschädigten Eltern zu heilen. Sie versteht, niemandes Schicksal existiert unabhängig, wir alle sind eingebettet in die großen gesellschaftlichen Zusammenhänge und in das Geschehen der Zeit. Die Vergangenheit wirkt durch uns hindurch, mit der Gegenwart sind wir verwoben. Unsere Verbundenheit macht sich dort geltend, wo wir Einfluss auf das Leben nehmen können, in der Gegenwart, die wiederum unsere Zukunft bestimmt. Und so finden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 07.04.2020
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