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Various - Funky Fräuleins Vol.2
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(2011/GROSSE FREIHEIT) 17 Titel 1968-81 digipac - Noch mehr teutonische Sexiness, noch mehr schwingende Hüften, noch mehr Funk, noch mehr Beat, noch mehr Groove. Diesmal haben sich die Macher mit zwei Stücken sogar bis ins Jahr 1981 vorgewagt.Ansonsten decken sie vor allem die Siebziger ab, mit einigen Beat-Ausflügen in die späten Sechziger. Und das alles ohne ein einziges Discostück! Wahnsinn! Geht das denn? Und wie: vom treibenden DDR-Groove (´He, wir fahr’n mit dem Zug´) einer Veronika Fischer über BRD-Sozialkritik von Fasia (´Arbeitslosen-Blues´), von der kreuzbraven Uschi Glas über die ´schwärzeste weiße Stimme Deutschlands´ (Su Kramer) bis zu Donna Summer, als sie noch Donna Gaines hieß. Diese Compilation ist eine Wundertüte (fast) vergessener Funk- und Groove-Perlen.

Anbieter: Bear Family Recor...
Stand: 19.02.2019
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Various - Schlager im Spiegel der Zeit - 1932 S...
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1-CD mit 76-seitigem, gebundenem Booklet (Luxusausführung). 28 Einzeltitel. Spieldauer: 86:37 ´Schlager im Spiegel der Zeit - 1932´ Hitler wird deutscher Staatsbürger und kandidiert für das Amt des Reichspräsidenten – Entführung des Lindbergh-Babys erregt die Gemüter - Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise: Rund sechs Millionen Arbeitslose in Deutschland - Hans Fallada veröffentlicht ´Kleiner Mann, was nun´ – Komponist Eugen d´Albert stirbt in Riga, Zündholzkönig Ivar Kreuger begeht Selbstmord – Hindenburg als Reichspräsident durch Stichwahl wiedergewählt - Zwickel-Erlaß verbietet ´´unmoralische´´ Badekleidung – Dollfuß wird Kanzler in Österreich - Papen bildet Regierung der ´nationalen Konzentration´, im Volksmund ´Kabinett der Barone´ genannt – Erstes internationales Filmfestival in Venedig eröffnet – ´Staatsstreich´ in Preußen: SPD-Regierung abgesetzt - NSDAP geht aus den Reichstagswahlen als stärkste politische Kraft hervor - Max Schmeling verliert seinen Weltmeistertitel im Boxschwergewicht an Jack Sharkey – Olympische Sommerspiele in Los Angeles – Mit einer Abschlagszahlung von drei Mrd. Mark werden die deutschen Reparationszahlungen beendet - Maler Max Slevogt stirbt - Deutscher Margarineverbrauch etwa 500.000 t angestiegen – Franklin D. Roosevelt gewinnt amerikanische Präsidentschaftswahl - Hitler verhandelt mit Hindenburg um Regierungsbildung, Kurt von Schleicher wird Kanzler.

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Stand: 16.04.2019
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Various - Schlager im Spiegel der Zeit - 1929 S...
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1-CD mit 76-seitigem, gebundenem Booklet (Luxusausführung). 29 Einzeltitel. Spieldauer: 86:15. 1929 ist das letzte Jahr der turbulenten wilden Zwanziger, die man später die `Goldenen´ nannte, die aber alles andere waren als das. Im Gegenteil. Es waren dramatische Zeiten. Remarques Antikriegsroman ´Im Westen nichts Neues´, der von einer Berliner Zeitung als Fortsetzungsroman abgedruckt war, erregt nun auch als Buchausgabe die Gemüter. Zum Bestseller wird das Kinderbuch ´Die Biene Maja´, Thomas Mann erhalt den Nobelpreis für Literatur. Technische Errungenschaften sind zu vermelden: Das Luftschiff ´Graf Zeppelin´ umrundet die Welt, ein Berliner Versuchssender strahlt erste Fernsehbilder aus, der Tonfilm ist im Kommen and malt das Schreckgespenst von Tausenden arbeitsloser Musiker an die Wand. Auch in der Politik geht es unruhig zu: Zehn Jahre nach der Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages, der die Deutschen aufmehr als ein halbes Jahrhundert zu hohen Reparationszahlungen verpflichtet, kommt es noch immer zu Protesten, was radikalen Kräften, Nationalisten wie Nationalsozialisten, Aufwind verleiht. Darüber gerat die Weimarer Republik immer mehr in Mißkredit. Dazu tragen auch Skandale bei wie die Verhaftung der Gebrüder Sklarek, die wie die von ihnen bestochenen Politiker in eine riesige Korruptionsaffäre verwickelt sind. Als linksorientierte Arbeiter das Demonstrationsverbot zum 1. Mai mißachten, kommt es zu Zusammenstößen mit der Polizei: Der sogenannte ´Berliner Blutmai´ fordert 31 Menschenleben, es gibt über tausend Verhaftungen. Der `schwarze Freitag´ an der New Yorker Börse löste eine weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise aus. Der französische Regierungschef Aristide Briand macht sich für die Schaffung der `Vereinigten Staaten von Europa´ stark. Gustav Stresemann, Deutschlands Außenminister, der ihm beipflichtete, stirbt kurz darauf nach einem Schlaganfall. Zu den Toten des Jahres gehört auch der deutschamerikanische Elektroingenieur Emil Berliner, der 78jährig in Washington stirbt. Er hatte 1887 das Grammophon erfunden und die ersten Schallplatten hergestellt: kleine, mit einer Wachsschicht bedeckte Zinkplatten. Der Schallplattenumsatz ist enorm, 30 Millionen gehen 1929 über die Ladentische. Ein Schlagertext kommentiert: ´´Schallplatten, die große Mode´´.

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Stand: 16.04.2019
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The German Blue Flames - The German Blue Flames
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1-CD Digipak (6-beschichtet) mit 38-seitigem Booklet, 29 Titel. Spielzeit ca. 74 mns. Smash.! Boom!.Bang.! Beat in Deutschland Die 60er Jahre Anthologie GERMAN BLUE FLAMES In den 60er Jahren war das Ruhrgebiet schwarz, doch politisch rot. Stahlwerke warfen schwefelgelbe Wolken in den Himmel, Wäsche trocknete man im Wohnzimmer, Werksbahnen ratterten auf schmalen Spuren Lore um Lore schwarzes Gold durchs Gelände, und an den Fabriktoren drängten sich die Männer mit Henkelmännern. Gelegentlich brach ein Stollen ein, verpuffte gashaltiges Luftgemisch oder ging beim Anstich etwas schief. Man trug es mit Fassung. Nach der Schicht ging man ans Büdchen, trank ein Fläschchen Bier in der Eckkneipe, und über Jürgen von Manger wurde nicht immer gelacht. Die Borussen kickten noch auf Roter Erde und Reinhard Libuda bei den Knappen in der Jugend, aber man sah schon, daß er vielleicht mal ein ganz Großer werden würde. Doch geadelt worden war aus der Arbeiterkaste im Pott noch keiner. Außer den Kowalskis. Gerade hatte man bei Krupp aufgehört, LKWs zu bauen. Der Titan, eine Legende. Doch mit der EWG kam ausländische Kohle, die Konkurrenz belgischen Stahls, und nicht alle gingen mehr regelmäßig auf Schicht. Hans Lissek, heute Hans von der Forst: ´´Mit der beginnenden Arbeitslosigkeit kam auch das Ende unserer Band. Unsere besten Arbeitgeber waren immer die Jugendämter gewesen, und so ´67/´68 wurden deren Etats geschrumpft, da konnten sie sich keine Bands mehr leisten.´´ Als Musiklandschaft war die Region um Emscher und Ruhr von Konkurrenz geprägt; nicht so, daß man sich gegenseitig die Gitarren verstimmte oder mitten im Lied die Stecker aus der Dose zog, doch eben durch fehlende Solidarität und Zusammengehörigkeitsgefühl. Gemeinsam wäre man stärker gewesen, statt dessen warb man sich gegenseitig die besten Musiker ab. Die German Blue Flames allerdings blieben davor gefeit, vielleicht sind sie deshalb die Größten im Pott geworden. Denn das waren sie ohne Zweifel. Sie machten auch jeden Spaß mit, wenn sie z.B. nur mit Badehose bekleidet im Schwimmbad zum ´Beat Swim´ aufspielten. Immerhin diente das einem guten Zweck, denn unter den anwesenden Damen wurde ein Oben-Ohne-Badeanzug verlost - Anprobe bei Preisübergabe inbegriffen. Leider war das gute Stück bei Beginn der Verlosung auf geheimnisvolle Weise verschwunden. Überhaupt, die German Blue Flames und ihre Bekleidung. Das ist so ein Kapitel für sich. Ab 1964 wurden sie von Kramer’s Twenshop ausgestattet, immer ganz extravagant, doch zum Thema ´Geschmack´ stehen unterschiedliche Meinungen im Raum. 1962 überredete Heinrich ´Heiner´ Landwehr seinen Klassenkameraden Kuli, mit ihm zu einem Konzert der Gelsenkirchener Allround Men zu gehen, weil - was der Klassenkamerad nicht wußte - diese einen neuen Gitarristen brauchten. Und schon waren die Allround- Männer wieder zu viert: Dirk Schortemeyer am Klavier, Hans Lissek am Schlagzeug, Heiner Landwehr am Bass und eben Hartmut ´Kuli´ Kulka an der Gitarre. Die Allround Men hatten sich ein nettes Set zusammengeprobt: aus deutschen Schlagern für die Konservativen und Shadows- und Cliff-Richard-Titeln für die (jungen) Wilden. Und vorne am Bühnenrand stand die gewaltige Verstärkeranlage und der ganze Stolz der Band: zwei umfrisierte Röhrenradios. Genau, die mit dem magischen Auge! In Fachkreisen auch Saba-Bassman genannt. Dann stieg noch der Dixieland-Jazzer Ulrich Feldhege ein, wegen seiner Vielseitigkeit und der Auflösung von Papa Nap´s Band. Eine Klarinette brachte er mit - und einen Gitarrrenkoffer. Und weil Dirk studieren mußte, schwang sich Kuli erst einmal zum musikalischen Chef auf und forderte: mehr englische Musik! Und einen neuen Namen! Kuli und Heiner waren im Sommer 1962 in London gewesen, hatten dort die Kellerclubs ausbaldowert und Georgie Fame & The Blue Flames gesehen und gehört. Beide waren ganz aus dem Häuschen und schwer beeindruckt. Der Einfachheit halber wurden dann die Allround-Männer zu den Blue Flames - hätte man einen Schorsch in den Reihen gehabt, wäre vermutlich Georgie & The Blue Flames entstanden. Mit neuem Repertoire und taufrischem Namen wurde die Band von Kurt Oster, dem große Beatförderer und Jugendpfleger der Stadt Recklinghausen, für seinen Jugendtanztee gebucht. Das wiederum ermunterte den Hauspfarrer der Blue Flames, Pastor Wichmann aus Gelsenkirchen-Buer, die Jungs für seinen Tanztee im ´Tempel´, so der Kosename des evangelischen Jugendtreffs in Buer, zu engagieren, und das immer wieder. Als Vorabgage finanzierte

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Stand: 16.04.2019
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Various - Liedermacher in Deutschland - Vol.1, ...
39,95 €
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3-CD im luxuriösen 8-seitigen Digipac mit 128-seitigem Booklet, Spieldauer: 3h 50min. CD Für wen wir singen Liedermacher in Deutschland Liedermacher sind keine Sache der Vergangenheit. Auch wenn das Lied, vor allem das politische Lied, in Deutschland schon oft totgesagt wurde. Doch allein ein Blick in die monatlich erscheinende ´Liederbestenliste´ zeigt, wie bunt und lebendig die Szene der Musikerinnen und Musiker in diesem Land ist, die ´deutsch´ singen: Lieder mit kritischen, nachdenkenswerten Texten und einer Musik, die sich nicht unbedingt an eingefahrene Hörgewohnheiten anlehnt. Das kann in viele Stilrichtungen gehen: ob klassisches Chanson, Folk, Pop, Blues, Rock, Jazz oder Rap. Sie alle stehen in einer langen Tradition, die man bis zu den Troubadouren im Mittelalter verfolgen könnte. Ganz so weit reicht die Sammlung ´Für wen ich singe – Liedermacher in Deutschland´ zeitlich natürlich nicht zurück. Dafür bietet das auf 12 CDs angelegte Projekt in dieser Form erstmalig einen Überblick über die jüngste Geschichte der Liedermacher in Deutschland-West und Deutschland-Ost von Anfang der sechziger bis in die achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein. Traditionen, neue Lieder und Deutschfolk Dabei geht es zunächst um die Wiederentdeckung der deutschen Liedtraditionen. Hein &, Oss Kröher und Peter Rohland waren es, die sich schon lange vor der neuen Volksliedbewegung, u. a. in der Bündischen Jugend, um das demokratische Lied bemüht hatten. Zu den Stimmen, die dann in den frühen sechziger Jahren, inspiriert vor allem von Künstlern in Frankreich oder in den USA, nach eigenen Ausdrucksformen suchten, gehörten viele heute bekannte Namen wie u. a. Franz Josef Degenhardt, Reinhard Mey, Walter Mossmann, Christof Stählin, Dieter Süverkrüp und Hannes Wader. Ein erstes wichtiges Forum waren für sie und viele weitere Interpreten eines neuen deutschen Liedes die Festivals auf der Burg Waldeck zwischen 1964 und 1969. Wenig später wurde das deutsche Folkrevival eingeläutet, u. a. mit Fiedel Michel, Liederjan und Zupfgeigenhansel. Sie wollten das Volkslied nicht als museale Tradition pflegen, sondern einen neuen demokratischen Liedtyp schaffen. Rote Lieder, Dialektsongs und neue Poeten Die siebziger Jahre brachten politisch hochbewegte Zeiten. Liedermacher kommentierten Notstandsgesetze, Berufsverbote, Arbeitslosigkeit, Vietnamkrieg, Atomrüstung und Atomkraftwerke. Neben vielen Künstlern aus der Waldeck-Ära etablierten sich auf diese Weise neue Namen im politischen Tagesgeschehen – darunter das Liedkabarett Floh de Cologne, Ekkes Frank oder Lerryn alias Dieter Dehm. Das Folkrevival führte auch zu einer breiten Beschäftigung mit Dialekten. Viele Liedermacher entdeckten die Mundarten ihrer Heimatregionen als verschüttete Traditionen wieder. So in Bayern die Biermösl Blosn. In Stuttgart stimmte Wolle Kriwanek den schwäbischen Blues an. Am Niederrhein machte sich Günter Gall um Sprach- und Liedgutpflege verdient, im plattdeutschen Raum waren es Hannes Wader und Helmut Debus und im ´Kohlenpott´ Frank Baier. Nicht zu vergessen die vielen anderen Liedermacher und Poeten, die zwischen Mitte der siebziger und den frühen achtziger Jahren die Szene prägten wie Bernies Autobahn Band, Ina Deter, Joana oder Konstantin Wecker. Lied und Chanson in der DDR Dann sind da Lied und Chanson in der DDR – zwar ernst genommen und gefördert, als kritische Lieder aber beargwöhnt und als oppositionelle unterdrückt. Künstler wie Hanns Eisler, Ernst Busch und Gisela May führten die Tradition des politischen Songs und Chansons aus den zwanziger, dreißiger Jahren weiter. Wolf Biermann knüpfte daran Anfang der sechziger Jahre an, wurde zum Kritiker des bürokratischen Sozialismus und erhielt Auftritts- und Publikationsverbot. Zur gleichen Zeit entstanden so genannte Hootenanny-Klubs, in denen Perry Friedman, Hartmut König, Bettina Wegner und andere auftraten. Unter verstärktem staatlichem Einfluß entwickelte sich daraus die FDJ-Singebewegung mit zeitweise 4.000 Klubs, darunter der Oktoberklub und die Songgruppe der TU Dresden. In Abgrenzung von den Singeklubs entstanden Mitte der siebziger Jahre Liedertheater wie Karls Enkel und Schicht sowie Folkloregruppen wie Folkländer und Wacholder. In den 80er Jahren artikulierten Gerhard Gundermann, Stephan Krawczyk, Hans-Eckardt Wenzel und andere Liedermacher die Differenz zwischen proklamierter Ideologie und Realität und trugen so zum kritischen Diskurs in der DDR bei. Liedszene Österreich und Schweiz Nicht zu

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Stand: 16.04.2019
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Various - Sinfonie der Sterne - Die 30er Jahre ...
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1-CD mit 28-seitigem Booklet, 25 Einzeltitel, Spieldauer 77:26 Minuten. POLYDOR - ein Name ist Legende. Seit den ´Goldenen Zwanzigern´ drehen sich Schellacks, später Vinyl und Compact Discs unter dieser Weltmarke, anfangs mit verschiedenenfarbigen Labels, seit Beginn der 50er Jahre mit dem unverwechselbaren Orange-Label und den kleinen Sternchen oder mit dem seit 1963 eingeführten Polydor-Rot. DIE DREISSIGER JAHRE Grammophon-Neuaufnahmen sind Höchstleistungen der Phonotechnik! Kein Nebengeräusch stört den musikalischen Genuss. Das Repertoire ist mit seiner Vielseitigkeit einzigartig auf jedem Gebiet!´´ So tönt die DGG 1930 in ihren Anzeigen. Das Angebot ist in der Tat reichhaltig, die Kataloge —getrennt nach Polydor´ fürs Ausland und ´Die Stimme seines Herrn fürs Inland — sind kleingedruckte stattliche Wälzer. Eingeteilt nach Qualitäts- und Preisklassen in verschiedene Etiketten-farben, erscheinen hier wie da Opern und Operetten, Märsche, Instrumental- und Tanzmusik, Frauen-, Männer- und Tierstimmen (z. B. der Gesang eines Kanarienvogels), Märchen-, Lach- und Unterrichtsplatten. Allein es fehlen die Käufer. Die Weltwirtschaftskrise Ende 1929 —ausgelöst durch den New Yorker Börsencrash greift um sich und reißt alle mit nach unten. Auch die Polyphonwerke AG nebst Deutscher Grammophon und Polydor sind betroffen. Nach einem Rekordjahr 1929 mit zehn Millionen Platten, produzierten Schall-Umsätze jetzt im gleichen Maße in den Keller wie die all-gemeine Arbeitslosigkeit steigt. Die Grammophon entlässt viele Mitarbeiter in Berlin (Verwaltung) und in Hannover (Fabrik). Der Apparatebau des Unter-nehmens kommt fast gänzlich zum Erliegen. Gewinne kann die Firma ab 1931 nicht mehr ausweisen. Noch über Jahre geht die Talfahrt ungebremst weiter. 1937 übernehmen die Telefunken und die Deutsche Bank gemeinsam die finanziell am Boden liegende Grammophon. Auch die Stimmung in Bevölkerung hat sich geändert. Die oft wilde Ausgelassenheit und Albernheit der früheren Jahre scheint passe zu sein. Die Welt-wirtschaftskrise ist überall im Alltag bis hinein in die einzelnen Familien zu spüren. Firmen machten pleite, weil irre Absatzgebiete wegbrechen. Es folgen Entlassungen der Mitarbeiter. Erst sind einzelne betroffen — bis schließlich das Land von einer vorher nie gekannten Massenarbeitslosigkeit überschwemmt wird. Da ist in den Familien kein Geld für Theater- oder Konzertkarten übrig. Höchstens mal eine billige Kinokarte, um dem Alltag zu entfliehen. Und als die Wirtschaft sich langsam erholt, muss man feststellen, dass sich zwischenzeitlich auch der Publikumsgeschmack geändert hat. Es interessiert nicht mehr, wer ´´den Käse zum Bahnhof´´ rollt oder ob der Papagei nur ´´harte Eier´´ frisst. Von Liebe wollen die Leute hören, von netten Menschen in einer heilen Welt. Lustspiele, Operetten, Tanzmusik und natürlich immer noch das ´Kino an der Ecke´ geben nun den Ton an. Zudem hat mit der Einführung des Lichttonverfahrens der Film endlich sprechen und sogar singen gelernt. Bild und Ton können jetzt gemeinsam um das Publikum werben. Und der Pianist, der früher das stumme Bild mit seinen dramatischen oder gefühlvollen Klängen begleitet hatte, ist im Lichtspieltheater überflüssig geworden. Mit dem triumphalen Erfolg des Films `Der blaue Engel´ (1930) mit Marlene Dietrich kommen schon 1931 an die 150 deutsche Tonfilme in die Lichtspiel-häuser. Die Filmindustrie beginnt zu prosperieren. Und die Musik spielt dazu. Ob Liebesfilm, Krimi oder Verwechslungskomödie, zu allen Filmstoffen liefern rege Komponisten eingängige Melo-dien und Schlager. So partizipiert die DGG am Erfolg des Films. Bald kommen die Film- und die Plattenbranche nicht mehr ohne einander aus. Fast jeder erfolgreiche Darsteller, der in einer Film-operette oder Kinorevue mitspielt, kann jetzt nebenbei Schlagerstar werden. Von der Leinwand herunter auf den Plattenteller, jedem Darsteller seine eigene Schallplatte! Die Lieder der singen-den Mimen haben zwar zumeist den Esprit der 20er Jahre verloren, werden aber dennoch zu Bestsellern bei der DGG im In- und Ausland. Trotz oder vielleicht gerade wegen der wirtschaftlichen Krise grassiert während der 30er Jahre weiterhin das Tanzfieber. Ob im Hamburger Alster-Pavillon oder in den Fährhäusern an der Elbe, ob in München, Düsseldorf oder Köln, in Breslau, Leipzig oder im Berliner `Moka Efti´ oder Delphi´: ein flotter Fox wird nie ausgelassen. Die Leute können gar nicht genug bekommen vom Ensembleklang der professionellen Orchester. Die Musiker

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Stand: 19.02.2019
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